Bei einer Strecke von mehr als 13.000 km (Rückreise noch nicht eingerechnet) fehlten uns gerade einmal 110 km bis zu unserem Ziel. Wieder einmal zeigte uns die Mongolei die Grenzen unserer Technik.

Aber von vorne:

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Der erste Abschnitt - DER TEST - unserer Tour führt uns ins Khentii Gebirge. Landschaftlich sehr abwechslungsreich, viele Hügeln, Flüsse, Nadel- und Birkenwälder. Der Boden ist gut befahrbar, die zahlreichen Furten zum Teil sehr tief. Vor unserem Eintreffen hat es 4 Tage durchgeregnet und nur langsam wird es besser. Manche Brücke war nicht mehr einsatzbereit, 2 Mal nahmen wir die Fähre, und einmal kam die Seilwinde zum Einsatz. Ein Loch kurz vor der Ausfahrt hatte später noch Folgen.

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Die Suche nach der Höhle Galtai Algui an der russischen Grenze war dank einheimischer Hilfe erfolgreich. Allerdings konnte man sie nicht begehen – ein Loch im Boden, das endlos weit, senkrecht in die Tiefe geht. Der Abschnitt endet in Öndorkhan. Beim Routinecheck inklusive Abschmieren entdeckte Andreas einen Schaden am HZJ78 – die Achsaufhängung beim Längslenker war gerissen. Also noch einmal 45 km zurück nach Öndorkhan zum „Auto-Service“. In diesen Ländern werden solche Arbeiten schnell und professionell gelöst und gegen Mittag können wir unsere Tour fortsetzen.

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Der zweite Abschnitt - DIE SUCHE - geht nach Süden zu den Ausläufern der Gobi. Sandige Pisten, Dünen, Sonne, heiße Temperaturen, große Gewitterbereitschaft. Zum Glück kamen die Gewitter nie bis zu uns und so konnten wir die tolle Wolkenstimmung und zahlreiche Regenbogen ganz entspannt aus der Ferne beobachten.

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Wonach aber suchten wir: Einen Flughafen, da waren nur mehr Reste übrig, eine Quelle - mittlerweile ein beliebtes Ausflugsziel für das sonntägliche Picknick. Spiritualität haben wir an einigen Punkten gefunden: das Kloster Khamrin Khiid südlich von Sainshand, ein starkes Energiezentrum. Der Vulkan Siliin Bogd Uul - die Seele von Männer, die den Berg zum Sonnenaufgang besteigen, erlebt eine Reinigung und Erneuerung (großer Andrang herrscht vor allem zum buddhistischem Neujahr). Die Höhle Taliin Agui war leicht zu finden, durch einen schmalen Durchgang kriechend gelangen wir in einen glitzernden Eiskristrallraum. Entlang der chinesischen Grenze, stellenweise waren wir nur 800 m von China entfernt begann dann die Suche nach der Landschaft und den Spuren. Die weite der Steppenlandschaft ist schon beeindruckend, aber nach 3 Tagen gehen einfach ein paar Hügeln ab. Dafür war die Navigation spannend - unsere russischen Karten sind zwar topografisch extrem genau, aber das Wegenetz schon etwas veraltet. So sind schwarze Pisten gar nicht vorhanden, strichliert eingezeichnete sind gut ausgebaute Hauptpisten und wir fahren auf Pisten, die garnicht eingezeichnet sind. Und manchmal schlagen wir uns querfeldein nur der "Nase" nach bis zur nächsten Piste.

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Wir nähern uns dem Ziel. 1 Tag noch, dann würden wir wissen, wie weit wir nach Osten kommen, wie weit wir zu Fuß gehen müssen. Doch dann kommt alles anders. Beim täglichen Routinecheck entdeckt Andreas ein gebrochenes Federnblatt, nicht das Erste oder das Letzte, nein das Dritte war es. Könnt Ihr Euch noch an die Furten im Khentii Gebirge erinnern, die wo die Seilwinde zum Einsatz gekommen ist. Dort dürften wir uns ein paar Steine eingefangen haben. Wir haben zwar den Flußschotter nach der Bergung entfernt, aber wahrscheinlich hatte sich einer gut versteckt, der nun diesen Schaden verursacht hat. An ein Weiterfahren auf unbekanntem Terrain war nicht mehr zu denken. Aber auch bei Martins Fahrzeug gab es ein Problem, der Gummi der Federbeinbuchse war aufgebraucht - "Buschmechanik" war gefragt. Also fahren wir auf guter Piste zurück nach Sumber.

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Dort ließen wir unser Fahrzeug stehen und machten mit dem "Förster" und seinem UAZ noch einen Ausflug in den Nömrög-Nationalpark. 1 1/2 Tage waren wir auf der Suche nach Elchen, übernachten im Zelt, und machten eine Wanderung durch die Nadelwälder. Und wir hatten Glück - wir konnten ein paar Elche sehen - war ein toller Abschluß. Dann ging es sozusagen quer durch Österreich (ca. 700 km) auf Pisten Richtung Westen nach Ulaan Batar, wo wir die Fahrzeuge wieder instand setzen konnten.

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