Der 3. Teil - der Höhepunkt dieser Expedition -  führt uns zum östlichsten Punkt  der Mongolei  den 120ten Längengrad direkt an der chinesischen Grenze.
Wir nehmen uns dafür ca. 14 - 16 Tage Zeit.

Auf Grund der spärlichen Tankstellen ist der Start des 3. Teils  in Saynshand,  von wo wir ca. 100km auf Asphalt die letzte Strecke des 2. Teils zurückfahren  müssen. Von dort aus geht es an der südlichen Grenze zu China nach Osten. 

Zum Ganga Nuur:

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Dieser See ist im September bis Anfang Oktober Rastplatz tausender Schwäne.

Wir hoffen hier den Durchzug beobachten zu können.

 

 

 

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Shiliin Bogd und Taliin Agui:

Diese beiden Orte in der Suchbaatar Region sind ebenfalls sehr interessant.

Das spektakuläre Vulkangebiet Shiliin Bogd liegt nur ca. 11km von der chinesischen Grenze entfernt.

 

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Die Höhle Taliin Agui ist schwer zu finden, da sie nicht im Gebirge liegt. Der Eingang ist nur ein unscheinbares Loch auf einer weiten Ebene. Umso spektakulärer ist die Höhle selbst. Es handelt sich um eine 200m lange Tropfsteinhöhle  mit 100.000 Kubikmeter Volumen. Sie ist die größte von ca. 200 kleineren Höhlen in diesem Gebiet.

 

 

Verbindung nach Baruun Urt:

Baruun Urt ist das Zentrum der Provinz Suchbaattar, wo wir wieder eine Tankstelle finden werden.

Ab hier verlassen wir Infrastrukturen und fahren in sehr dünn besiedeltes Gebiet. Die Strecke führt uns nach Erdenestsagaan, wo wir 2 Varianten zur Auswahl haben:

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Bei genug Treibstoff:

Wir wollen entlang der chinesischen Grenze - permitpflichtig - zum Sengiin Dalai Nuur fahren - ein kleiner sehr klarer und kalter See.

Bei zu wenig Treibstoff:

Falls wir unseren "Point of no Return" mit zu wenig Treibstoff erreichen, müssen wir abbrechen und nach Norden, ca. 50km zurück nach Matad fahren und hoffen dort auf Diesel !

 

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Sengiin Dalai Nuur - das Ende der Zivilisation:

Jetzt beginnt das eigentliche Abenteuer.

Ab hier gibt es zwar noch vereinzelte Spuren in den Nömrög Nationalpark, aber keine Ansiedlungen und auch keine Nomaden mehr. Ca. 160km östlich vom See trreffen die Spuren auf einen ersten Militärposten, wo wir uns registrieren müssen und es sich entscheiden wird, ob wir einen Soldaten mitnehmen müssen, oder alleine weiter in den Osten fahren dürfen.

Die entscheidende Schwierigkeit liegt hier beim Nömrög Gol, einem großen Fluß, den wir überqueren müssen. Abhängig vom Wetter  und dem Wasserstand  hoffen wir, eine Durchfahrt zu finden.

Von hier geht eine Militärpiste durch Permafrostgebiet ca. 30km  nach Osten, wo wir den Nömrög Gol nochmals durchqueren müssen. Vor dieser Durchfahrt endet die Piste bei einem letzten Militärposten.

Wie es von hier weitergeht werden wir wohl erst dort wissen!

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Ab hier könnte es sein, dass wir nur mehr zu Fuß weiter kommen. Es gibt hier weder Pisten, noch erkennbare Spuren. Unser Ziel, der 120ste Längengrad liegt jetzt noch ca. 30km östlich von uns.
Diese Strecke müssen wir aud jeden Fall wieder zurück, da wir von der mongolisch - chinesischen Grenze nur über unsere Spuren wieder zurück kommen. Außerdem müssen wir uns bei dem 2. Militärposten an- u. abmelden.

"Das wird spannend"

Wie auch immer wir müssen zurück zum 2. Posten und zu unserem Schnittpunkt.

Der Weg zurück in die Zivilisation:

Vom Schnittpunkt geht es fast direkt nach Norden, und nach weiteren ca. 120km erreichen wir Sumber, wo es angeblich wieder Diesel geben soll.

Die Rückfahrt führt uns auf Pisten über Kharkhol, südlich des Buir Nuur bis Tschoibalsan, die Provinzhauptstadt der Dornod Region.

Der Abschied:

In Tschoibalsan werden Martin und ich uns von unseren Beifahrern Klaudia und Ernst verabschieden, die mit dem Sammelbus die Rückfahrt nach Ulaan Baatar auf Asphalt antreten, um von dort zurück nach Wien zu fliegen.

Martin und ich fahren nun wieder alleine weiter.

Die Rückreise:

Die Mongolei verlassen wir am östlichsten Grenzübergang, ca. 400km nördlich von Tschoibalsan in Erdeentsav am Länderdreieck  Russland / China / Mongolei.

Zurück haben wir noch ein Abenteuer in Sibirien bis zum Nordufer des Baikalsee vor - das ist aber eine andere Geschichte !

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